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Gepostet by on Jan 11, 2016 in Allgemeine Themen, Zum Schmunzeln | 1 Kommentar

Stimmung komm raus, du bist umzingelt!

Stimmung komm raus, du bist umzingelt!

In Weihnachtsstimmung zu kommen war diesmal wohl für die meisten Menschen nicht ganz einfach. Jedenfalls tat ich mich besonders schwer, was nicht nur am milden Wetter lag. Beim Bummel über den Christkindlmarkt konnte man den Wintermantel zu Hause lassen. Es bestand eher die Gefahr sich den Glühwein über die Sandalen zu schütten.

Kreative Glühweinbudenbesitzer verkaufen mittlerweile auch Cocktails, nicht zu fassen oder? Mir ging es ähnlich, anstatt mich auf einen deftigen Weihnachtsbraten zu freuen, war mir eher nach einem „Bunten Salat“.

Als ich noch sehen konnte war das recht einfach. Selbst in milden Wintern, erinnerte mich der täglich Blick auf den Adventskalender an das bevorstehende Ereignis. Auch die bunt dekorierten und mit allerlei Lichtern ausgestatteten Fenster und Gärten fand ich immer schön anzusehen. Ich liebte den Weihnachtsbummel in der Stadt, überallher ertönt Weihnachtsmusik, es duftet nach Tannenbaum, Kerzen und Lebkuchen. Auf dem Weihnachtsmarkt fließt der Glühwein in Strömen, Dampfnudeln und Bratwürste werden reichlich vertilgt.

Doch heute? Heute vergesse ich das Türchen vom Adventskalender auf zu machen. Ich denke einfach nicht daran. Frei nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn! 😉 Dabei hat meine Tochter sich diesmal besonders viel Mühe gemacht und kurze Sprüchlein in selbstgebastelte kleine Säckchen verpackt und diese an einer Schnur aufgehängt. Tja, und Lebkuchenduft weht mir zu Hause auch kaum um die Nase. Obwohl ich ein recht ausgeprägtes Riechorgan habe nehme ich das nur schlecht wahr. Ich gebe zu, bei uns wird nicht groß gebacken, denn wir sind alle keine leidenschaftlichen Plätzchenesser. Aus dem Radio, so hatte ich jedenfalls den Eindruck, töne kaum Weihnachtsmusik, dafür jede Menge Sommerhits die zum Tanzen animieren. 😉

Also Weihnachten geht anders! Ich vermisse den Anblick der grünen, roten und blauen Lämpchen in den Fenstern. Ich vermisse es, die stimmungsvollen Lichter und Schaufensterdekorationen in der Stadt nicht mehr sehen zu können. Selbst das ständige Weihnachtsgedudel in den Geschäften fehlt mir ein wenig. Wie also frag ich mich, soll da Stimmung aufkommen? Die optischen Reize kann ich zwar schon lange nicht mehr wahrnehmen, doch früher ist mir beim Spaziergang durch die verschneite Winterlandschaft wenigstens ein kalter Wind um die Nase geweht. Und diesmal: „Nada, nix da, keine Chance“! 😉

Am „Heiligen Abend“ sollte sich dann doch noch ein wenig festliche Stimmung bei Familie Röthle einstellen. Nachdem sich die Kinder, wie eh und je nach dem Abendessen in ihre Zimmer verzogen, platzierte meine Frau die Geschenke unter dem Baum und läutete zur Bescherung. Der Weihnachtsmusik lauschend, und ein wenig mitsingend, standen wir andächtig vor dem Christbaum. Spätestens in diesem Moment wurde es uns warm ums Herz!

Als es dann darum ging die Geschenke zu verteilen, das knisternde Geschenkpapier möglichst behutsam auspackend, voller Spannung um dessen Inhalt und mit überraschtem Gesicht, sich freudig bedankend, war alles wie früher. Der bekannte Zauber aus vergangenen Tagen war auf einmal wieder präsent und die Stimmung zum Weihnachtsfest perfekt. Mit anderen Worten: „Man muss die Feste feiern wie sie fallen“ oder „Ende gut, alles gut!“ 😉

1 Kommentar

  1. David mir ging es ähnlich, hatte auch Probleme mit der feierlichen Weihnachtsstimmung obwohl ich bei Freunden zum leckeren Abendessen eingeladen war. Vielleicht lag es am fehlenden Schneezauber….
    Ich dachte mir einfach bloß keine miese Stimmung aufkommen lassen! Der Jahreswechsel ist zum Glück vorbei, und der weiße Winter hat sich auch noch eingestellt… Also alles gut!!!

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