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Gepostet by on Feb 5, 2018 in Allgemeine Themen | 2 Kommentare

Schnee, des einem Freud, des anderem Leid!

Schnee, des einem Freud, des anderem Leid!

Winter, Schnee und klirrende Kälte, für viele ein Grund zur Freude! Für Kinder und Wintersportler sicher das Größte. Und ich mag den Winter im Grunde auch. Wie eben jede andere Jahreszeit. Doch andererseits ist, gerade was den Schnee anbelangt, der Winter für mich und meinen Blindenstock ziemlich hinderlich! 😉

Hurra hurra, der Schnee ist da!

Endlich Winter wird sich der ein oder andere denken. Toll wie der Schnee die Natur in ein weises Kleid hüllt. Endlich können die Wintersportler ihre Skier, Snowboards und Rodel aus dem Keller kramen. Die Kinder freuen sich über selbstgemachte Schneemänner und wilde Schneeballschlachten. Zumindest schaut so die romantische Vorstellung vom Winter aus. Über die graue Realität will ich hier gar nicht sprechen! 😉

Das klingt toll, und ist es auch! Auch ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo ich mit Stolz meinen Schneemann präsentierte. Und auch wenn ich kein ambitionierter Skifahrer war, machte mir dieser Sport doch große Freude.

Schneefall und seine Tücken.

Jedoch, der Winter hat für mich auch seine Schattenseiten. Zum einem muss ich mich dick einpacken so dass ich mich kaum rühren kann. Dann brauche ich eine Strickmütze, damit mir nicht die Ohren abfrieren. Das wiederum hat zur Folge (zumindest akustisch), dass ich weniger von meiner Umwelt wahrnehme. Tja, und das gleiche gilt für die Hände. Mit dicken Handschuhen bewaffnet, dringen die Informationen, die der Blindenstock übermitteln soll, nur noch schwach zu mir durch. Kommt nun zu allem Überfluss auch noch der Schnee hinzu, wird es echt kriminell. 😉

Konnte ich die Umweltgeräusche bis dahin immer gut wahrnehmen, werden diese mit zunehmender Schneedecke immer stärker geschluckt. Der Boden verliert zunehmend an Kontur, der Untergrund kann nicht mehr richtig erspürt werden und hilfreiche Kanten verschwinden. Davon abgesehen werde ich gern mal, von schneebeladenen Ästen im Gesicht überrascht.

Mit anderen Worten, unter solchen Bedingungen macht das Laufen mit dem Stock keinen Spaß! Nur gut, dass ich eher selten ohne Begleitung im Freiem unterwegs bin. Naja, zugegebenermaßen haben wir hier im Flachland selten diesen Umstand zu beklagen.

Wintersport für Blinde

Dass der Winter jedoch nicht nur schlechte Seiten für Blinde bereithält, will ich hier deutlich machen. Denn, es gibt genügend Blinde, die sich am Winter und dem Wintersport erfreuen. Ich wie gesagt bin da nicht so aktiv! Außer Schlittschuhfahren auf zugefrorenen Seen, oder dem Rodeln als die Kinder noch klein waren, hab ich nichts ausprobiert.

Dennoch, es gibt auch blinde Ski- und Snowboardfahrer, Ski-Langläufer oder Schneeschuhwanderer. Das alles ist auch für Blinde machbar. Oft genügen hilfsbereite Begleiter und ein paar zusätzliche Hilfsmittel. Naja, vielleicht hast du dir ja schon mal die Winter-Paralympics angesehen. Da wird das besonders deutlich, anders gesagt, nichts ist unmöglich! 😉

Für mich jedoch ist das nichts mehr! Gut, mich würde es schon mal reizen, wie früher, den Berghang mit meinen Skiern hinunter zu wedeln, oder auf der Langlauf-Loipe meine Ausdauer zu trainieren. Andererseits reicht mir schon die Herausforderung die Schneeberge auf den Gehsteigen problemlos zu umschiffen und die Orientierung zu behalten. Zum Glück kam das in diesem Winter noch nicht oft vor. 😉

Fazit: Ich mag den Winter und den Wechsel der Jahreszeiten. Doch auf die damit verbundenen Unannehmlichkeiten kann ich gut verzichten! 🙂

2 Kommentare

  1. Danke für Ihre Ein“blicke“!
    Ich habe mich schon so manches Mal gefragt, wie das wohl mit dem Blindenstock so funktioniert. Aber dass das natürlich durch Schnee so „untastbar“ gemacht wird, da hab ich mir noch keine Gedanken gemacht.
    Lg Sabine Schuh

    • Liebe Frau Schuh, vielen Dank für Ihren Kommentar! Ja, der Schnee kann ganz schön hinderlich werden. Aber wie gesagt, mich betrifft das nur am Rande. Und davon abgesehen, der nächste Sommer kommt bestimmt! 🙂 Herzlichen Gruß David

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